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Die Blätter des Lorbeerbaums enthalten 1-3% ätherisches Öl, davon zur Hälfte Cineol. Weiterhin sind Schleim- und Gerbstoffe enthalten. Die beerenartigen Steinfrüchte enthalten 0,8-4% ätherisches Öl mit ähnlichen Bestandteilen wie die Blätter, außerdem zusätzlich ca. 26% fettes Öl. Lorbeer beruhigt den Magen und fördert die Bildung von Verdauungssekreten. Die jungen Blätter werden nach der Ernte behutsam im Schatten getrocknet und dienen zur Würzung von schwerverdaulichen Fleisch- und Fischspeisen, eingelegten Gurken und Heringen, für Suppen, Sülze und zur Essigaromatisierung. Medizinisch wird das so genannte Lorbeeröl aus den Früchten verwendet. Es ist wegen seiner antiseptischen und Durchblutung fördernden Wirkung Bestandteil von erweichenden Salben für Geschwüre und Hauterkrankungen. Salbenartiges Lorbeeröl findet sich als Bestandteil in Massagecremes für Sportverletzungen sowie in reiner Form in der Veterinärmedizin als Eutersalbe. Außerdem dient es in der Kosmetik zur Aromatisierung von Produkten. Ein Sud der Blätter dem Badewasser zugegeben, lindert Gliederschmerzen. Heutige Hauptanbaugebiete befinden sich in Syrien, Italien, auf dem Balkan, in Griechenland und der Türkei.

Olivenöl ist durch seinen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren der ideale Trägerstoff für das fettlösliche Vitamin E. Es ist im Gegensatz zu Ölen mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren selbst wenig anfällig gegen Oxidation und länger haltbar. Es hat es eine flüssigere, seidigere Konsistenz als tierische oder künstliche Fette. Öl ist für die Emulsion mit Wasser, aus der jede Creme besteht, ohnehin unverzichtbar und schützt vor dem Austrocknen. Allein eine gesunde Feuchtigkeit der Haut verhindert im Alltag schon bis zu einem gewissen Grad, dass sich Falten abzeichnen oder überhaupt erst bilden. Nicht nur, dass Olivenöl durch seinen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen Herz- und Kreislauferkrankungen vorbeugt. Immer öfter findet es sich auch in Kosmetika aus Naturprodukten. Seine besondere Zusammensetzung schützt gegen Falten, trockene Haut und die gefährlichen Nachwirkungen zu starker Sonnenstrahlen.
Das Öl der Süßmandeln ist ein hellgelbes, dünnflüssiges, mild schmeckendes, nicht trocknendes, fettes Öl. Es wird durch Kaltpressung und anschließender Entschleimung aus den Kernen von Süßmandeln gewonnen. Es zählt aufgrund seiner Zusammensetzung zu den wertvollen Pflegeölen. Der Anteil an ungesättigten Fettsäuren ist hoch, unter anderem enthält es auch die hautaktive Linolsäure. Linolsäure beeinflusst die Verhornungsvorgänge der Haut. Es macht sie widerstandsfähiger gegen Infektionen und baut einen gewissen Schutz vor Lichteinwirkung auf. Die im Mandelöl vorkommende Palmitinsäure sorgt für ein gutes Eindringvermögen in die Haut und macht sie weich und glatt. Die Stearinsäure unterstützt diesen Effekt durch ihre filmbildende Wirkung. Für ein feines und glattes Hautrelief sorgt außerdem Vitamin E. Eine Haut, die ausreichend mit Vitamin E versorgt ist, kann Feuchtigkeit besser speichern und erscheint straffer und praller. Trockenheit und der Gefahr von Rissen wird vorgebeugt. Als "Radikalempfänger" bekannt, wehrt Vitamin E schädliche Umwelteinflüsse ab und schützt die Haut vor lichtbedingten Schäden.

Die Kamillenpflanze ist nicht nur eine der ältesten Heilpflanzen der Menschheit überhaupt, sondern auch eine der erfolgreichsten und am besten erforschtesten; unbestritten ist ihre entzündungshemmende Wirkung bei allen Arten von "Wundsein", sowohl äußerlich als auch innerlich. Eingesetzt wird Kamillentee bei Magen- und Darmerkrankungen, Erkältungen und Fieberzuständen. Bei Schnupfen und Hautunreinheiten wirken Kamillendampfinhalationen, bei Verletzungen und Verstauchungen wirkt ein äußerlich aufgetragenes Kamillenöl. Kamillenöl ist ausgezeichnet geeignet, um Hautprobleme und Wunden zu heilen. Wegen seiner entzündungshemmenden Eigenschaften wird es bei Akne, Ekzemen, Hautentzündung, Juckreiz, und Psoriasis verwendet.
Bohnenkraut wirkt beruhigend auf das Nervensystem und hat eine keimabtötende Wirkung; aus diesem Grund wird es als Wundmittel bei Verletzungen und Geschwüren sowie bei Halsentzündungen verwendet.
Pfefferminzöl ist ein energetisierendes Öl, dessen antibakterielle und antiinfektiöse Eigenschaften für die Seifenherstellung besonders interessant sind. Es kühlt und erfrischt, lässt sich u. a. gut mit Rosmarin, Spearmint, Eukalyptus, Lavendel und Patchouli mischen und fördert die Konzentrationsfähigkeit und Inspiration. Das Menthol ist der Hauptbestandteil des Pfefferminzöls und weist desinfizierende und kühlende Wirkung auf. Es wird u. a. als kühlende Komponente in Haarwässern und Körperlotionen eingesetzt.
Die mohnähnlichen Kapseln enthalten dunkle Samenkörner, die nach der Ernte noch ein wenig nachgetrocknet werden müssen. Das native, kaltgepresste Öl dieser Samen weist unter anderem einen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie vor allem der Linolsäure auf. Es wird schon seit Jahrhunderten als vielseitiges Schönheits- und Pflegepflegemittel erfolgreich eingesetzt. Entzündungshemmende und antimykotische Eigenschaften wurden nachgewiesen. Wird es eingenommen, soll es auch blutzuckersenkend wirken. Schwarzkümmel enthält über 50% mehrfach gesättigte Fettsäuren, die der Körper für den Zellstoffwechsel benötigt, aber nicht selbst produziert. Positiv wirkt sich auch das ätherische Öl im Schwarzkümmel aus, das eine Vielzahl von schädlichen Bakterien und Hautparasiten hemmt. Seine Eigenschaft, das Immunsystem zu stimulieren und zu kräftigen, begünstigt die Heilungschancen bei sehr vielen Krankheiten. Laut Literatur zu empfehlen bei: unreiner Haut, Allergien und Heuschnupfen, Erkältungen, Ekzeme und Neurodermitis, Infektanfälligkeit, Magen- und Darmbeschwerden, Schuppenflechte, zur Stärkung des Immunsystems.

Die Sesampflanze wird ca. 1 bis 1,5 m hoch, hat grüne längliche spitz zulaufende Blätter und bildet Schoten, welche in der Reifezeit aufspringen und die kleinen Sesamkörner in die Gegend versprühen. Die winzigen Samen sind je nach Art und Sorte weiß, hellbraun, braun oder schwarz. Kurz vor der Vollreife werden die Schoten geerntet, getrocknet und ausgedroschen. Die Samen haben einen Fettgehalt von rund 50% und bestehen aus vorwiegend ungesättigten Fettsäuren. Auf dem Markt sind der Sesamsamen und das Sesamöl erhältlich. Hauptanbaugebiete sind heute die Türkei, Indien, China, Ecuador, Honduras, Nicaragua und Mexiko. Sesamöl wird besonders in Indien gerne zu Hautpflegeprodukten (Salbe, Massage, usw.) verwendet. Es eignet sich gut für Seife bzw. Kosmetika und ist wegen des hohen Gehaltes ungesättigter Fettsäuren besonders wertvoll. Als rückfettender Bestandteil fördert es die Regenerationsfähigkeit der Haut und erhöht deren Widerstandskraft gegen Umwelteinflüsse und dringt gut in die Haut ein.

Nelken gehören zur Familie der Myrtaceen und stammen ursprünglich aus Indonesien (genauer gesagt von den Molukken) und werden bereits seit der Antike als Gewürz verwendet. Ein ausgewachsener Nelkenbaum liefert pro Jahr etwa 2-4 kg getrocknete Knospen, die vor der Blüte geerntet werden. Die immergrünen Nelkenbäume wachsen im tropischen, feuchtwarmen Seeklima. Rotbraune Nelken gelten als wertvoller als die schwarzen Nelken und enthalten 16 bis 19 Prozent ätherisches Nelkenöl. Nelkenöl wirkt neben seiner Eigenschaft als Gewürz auch als Arznei zum Beispiel gegen Zahnschmerzen sowie als Mittel gegen Mücken. Es wird auch als Antiseptikum eingesetzt.
Rosenöl ist das teuerste ätherische Öl. Es wird aus den Blütenblättern, zumeist aus der Damaszener Rose gewonnen. Ölrosenkulturen gibt es z. B. in Moldavien, in der Kaukasus-Region, auf der Krim, in Grusinien, in der Ukraine, in der Türkei, in Bulgarien, Marokko und Indien. In Frankreich ist die Stadt Grasse für ihre Rosenöle bekannt. Dort werden jährlich ca. 300.000 kg Rosenblüten verarbeitet.
Rosenwasser ist ein Nebenprodukt bei der Herstellung von Rosenöl aus Rosenblüten. Es wird auch Rosen-Hydrolat genannt. Das ätherische Wasser der Rose ist eine wichtige Zutat von Marzipan und wird zur Aromatisierung von Süßspeisen verwendet. Es besteht aus etwa vier Tropfen Rosenöl auf einen Liter Wasser. Rosenwasser findet auch Verwendung bei der Herstellung von Kosmetik-Produkten, vor allem für die Hautpflege. Rosenwasser kann selbst hergestellt werden, indem duftende Blütenblätter mit destilliertem Wasser an einem warmen Ort für einige Tage ziehen, anschließend ausgepresst werden und die Flüssigkeit schließlich abgeseiht wird. Rosenöl besitzt eine aphrodisierende und stimmungshebende Wirkung. Es belebt, kräftigt und bringt Linderung bei Verstopfung, Kopfschmerzen, geistigen Ermüdungszuständen, Menstruations- und Klimakteriumsbeschwerden sowie bei Hautleiden. Ebenso soll es gute Haarpflegeeigenschaften aufweisen. Es wird in vielerlei Kosmetikpräparaten eingesetzt, z. B. in Körperöl, Rosencreme, Deomilch, Gesichtswaschcreme.

Jasminöl presst man aus den zarten, weißen Blüten des Jasminbaums. Man pflückt die Blüten nachts, weil ihr Duft dann am intensivsten ist. Es entspannt und baut auf, verhindert eine vorzeitige Ejakulation und belebt das sexuelle Interesse. Es beruhigt auf sanfte Weise, verringert die Narbenbildung bei Wunden, lässt Verstauchungen und Muskelkrämpfe schneller verschwinden und hilft bei gereizter Haut.
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